Samstag, 4. Juni 2016

Artikel in der Süddeutschen Zeitung

Über das SFMK-Forum kommen regelmäßig Anfrage von Zeitungen oder TV-Sendern, die Berichte über Singlefrauen mit Kinderwunsch bringen möchten.

So auch vor einigen Wochen von einer freien Journalistin, die in der Samstagsausgabe der Süddeutschen Zeitung einen Artikel über das Thema bringen will und dafür speziell eine jüngere Frau suchte. Die meisten Journalisten nehmen eher ältere Frauen, wobei auch immer mehr Frauen um die 30 ihren Kinderwunsch alleine umsetzen möchten.

Ich habe der Journalistin, Lisa Rüffer (http://www.lisarueffer.de/), eine Mail geschrieben und dann ging es relativ schnell. Wir hatten Mailkontakt, haben wenige Tage später telefoniert und sie wollte mich gerne besuchen um ausführlicher mit mir zu sprechen. Ich hatte nichts dagegen, denn sie war mir am Telefon schon sehr sympathisch. Wir duzten uns gleich.
Anfang April kam sie also mit dem Zug und wir trafen uns in einem Café. Meine Schwester war mit beiden Kindern zu Beginn auch mit dabei und wir haben geredet. Nachdem sich meine Schwester verabschiedet hatte, stellte Lisa auch konkretere Fragen. Im Anschluss waren wir spazieren, dann bei mir zu Hause und abends noch zusammen etwas essen. Die ganze Zeit sprachen wir ganz offen über das Thema. Ich habe mich dabei sehr verstanden gefühlt und sie hat mich nicht gedrängt und sehr wenig Fragen gestellt, sondern eher alles im Gespräch herausgefunden.

Ich finde es gut, dass das Thema auch in den Medien angesprochen wird, denn ich denke es gibt viele Frauen, die einen Kinderwunsch haben und vielleicht nicht wissen, wie sie diesen auch ohne Partner angehen können. Es gibt so viele Familienmodelle und ich finde es wichtig, dass alle eine Daseins-Berechtigung haben und ernst genommen werden.

Hier ist auch der Link zu dem Artikel, der wie ich finde wirklich toll geworden ist. Bisher habe ich auch nur positives Feedback bekommen

Sonntag, 29. Mai 2016

Und alles kommt anders...

Leider kommt kein so positives Update und ich bin wirklich etwas geknickt.
Ist es zu viel verlangt den allergrößten Herzenswunsch erfüllt zu bekommen? Manchmal habe ich das Gefühl irgendjemand hat etwas gegen meinen Kinderwunsch...

Aber der Reihe nach:
Mein Spender arbeitet in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz, aber am Wochenende hat er meistens Zeit, manchmal auch unter der Woche. Bisher war mein Eisprung immer schön am/ums Wochenende :-)
Wir stehen in regelmäßigem Kontakt. Ich teile ihm mit wo ich im Zyklus stehe und wann ungefähr mein Eisprung ist. Er hat mir dann schon mitgeteilt, dass er bis Freitags in Österreich wäre, aber abends kommen könne.
Freitags schrieb er dann, dass der Termin länger gedauert hatte und er es nicht mehr schaffen würde. Ich war schon leicht gefrustet, aber er hatte mir immerhin umgehend Bescheid gegeben (hatte ja schon andere Erfahrungen gemacht). Er hat angeboten am nächsten Morgen vorbei zu kommen. Zuerst zögerte ich, denn eigentlich hatte ich eine Fortbildung. Aber meine Priorität liegt ganz klar auf dem KiWu und so entschied ich einfach später bei der Fortbildung aufzukreuzen. Allerdings hat mein Spender dann ganz früh am Morgen geschrieben, dass er nicht mehr weiterfahren konnte wegen Müdigkeit und es deswegen nicht schaffe vorbei zu kommen. Ich hätte in dem Moment heulen können, aber musste mich zusammen reißen, denn musste ja zur Fortbildung. Also mit mega Stress und Eile losgehetzt und musste mich den ganzen Tag zusammen reißen nicht einfach zu weinen. Mir ging es nicht gut und ich konnte gestern auch nicht wirklich folgen. Zum Glück kennen mich meine Kolleginnen nicht so gut.
Diesen Zyklus kann ich dann wohl vergessen :-( leider hat mein Spender noch private Termine und ich denke nicht, dass er heute abend noch vorbei kommt.
Nächsten Zyklus werde ich wohl aussetzten müssen, weil mein Eisprung höchstwahrscheinlich auf meinen Urlaub fällt. 


Es tut weh, wenn ein guter Zyklus einfach ungenutzt bleibt, wenn der Wunsch nach einem Baby wieder entgleitet und alles viel zu kompliziert zu scheint. Es fühlt sich an als würde ein sehr wichtiger Teil von mir einfach fehlen und ich warte darauf, dass er endlich zu mir kommt. Das soll nicht heißen, dass ich ein Baby möchte um mich selbst zu verwirklichen, aber Kinder gehören für mich zum Leben dazu und das fehlt mich einfach.

Gerade läuft alles schief und es ist wirklich schwer optimistsich zu bleiben... 


Sonntag, 22. Mai 2016

Kurzes Update

Jetzt gab es schon länger nichts Neues von mir und leider habe ich auch nicht wirklich was zu berichten...

Es ist jeden Monat das gleiche Spiel: Ich warte auf den Eispung, treffe mich mit meinem Spender und hoffe dann, dass es geklappt hat. Ich hatte wieder ein sehr gutes Gefühl und leider kam dann doch wieder die Menstruation. Und die Enttäuschung war groß, die negativen Gedanken machten sich breit. Warum klappt es denn nie bei mir? Ich wünsche es mir so sehr und alle um mich rum werden schwanger. Überall sehe ich Frauen mit Kindern oder Babybauch.


Nach einigen Tagen im Selbstmitleid suhlen, kam aber mein Optimismus wieder durch und ich bin mir sicher, dass es auch bei mir noch klappen wird. 
Ich hatte bisher 7 Spenderversuche, aber mit ständig wechselnden Spender. Mit meinem jetztigen Spender wird es dann der dritte Versuch sein. Er ist nach wie vor sehr zuverlässig und nimmt sich die Zeit. Also werde ich bald einen neuen Versuch haben und ich bin wieder voller Hoffnung, dass es dieses Mal klappt. Irgendwann muss es ja mal funktionieren.


Gibt es Themen, Fragen, Interessen, Wünsche über die ich schreiben soll. Teilt mir das gerne als Kommentar mit, dann kann ich darauf eingehen...

Samstag, 30. April 2016

NFP und Co.

Seit über einem Jahr mache ich nun NFP, natürliche Familienplanung. In dieser Zeit habe ich meinen Körper noch besser kennengelernt. Bei dieser Methode misst man jeden Morgen seine Basaltemperatur (Temperatur beim Aufwachen und vor dem Aufstehen) und beobachtet den Zervixschleim oder den Muttermund.
Das klingt zu Beginn alles sehr kompliziert, aber ich habe mich sehr schnell daran gewöhnt und finde es wirklich toll. Manche Paare nutzen es zur Verhütung um keine Hormone nehmen zu müssen, aber viele nutzen es auch um schwanger zu werden, denn dank des Zervixschleims lässt sich sehr gut bestimmen, wann die fruchtbaren Tage sind. Es ist auf jeden Fall sehr interessant. Auch bei langen oder unregelmäßigen Zyklen lässt sich NFP wunderbar anwenden.

Dies war mein 5. Zyklus. Die Hochlage sollte mindestens 10 Tage lang sein, damit sich ein befruchtetes Ei gut einnisten kann. Der Eisprung findet rund um die 1. höhere Messung (1. hM) statt. Durch den Temperaturanstieg kann man mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass es einen Eisprung gegeben hat. Der lila Balken zeigt an, dass man an diesem Tag zu 99% schwanger ist, weil dann die Hochlage 19 Tage beträgt.


Zusätzlich zu NFP nutze ich noch andere Hilfsmittel. Manche schwören auf Ovulationstests, die den LH-Anstieg anzeigen. Ich halte nicht so viel davon, da die bei mir meistens nichts angezeigt haben.
Ich unterstütze meinen Körper mit Homöopathie. Diese Seite habe ich im Internet gefunden http://kiwu.winnirixi.de/homoeopathie.html und finde die sehr übersichtlich.
Ich selbst habe bisher Frauenmanteltee getrunken, der meine Schmierblutungen deutlich reduziert hat. Einige Monate habe ich den Tee nicht mehr getrunken und da nahmen die Zwischenblutungen deutlich zu, also trinke ich ihn seit einem Monat wieder. Dann nehme ich Bryophyllum ab dem Eisprung. Beide Mittel, die ich bisher nehme sind für die zweite Zyklushälfte.
Seit dem letzten Zyklus nehme ich auch Ovaria comp. Das ist für die erste Zyklushälfte.

Es gibt etliche Mittel, die die Fruchtbarkeit steigern sollen. Ich denke da muss jeder für sich entscheiden, was einem selbst gut tut und auf was man vertraut und auch welches Mittel gut anschlägt. Dies ist keinesfalls eine vollständige Sammlung, denn dafür gibt es einfach zu viele. Ich weiß, dass viele auf Zyklustee 1 und 2 schwören.

Folsäure nehme ich seit ich weiß, dass ich ein Kind möchte. Das empfehlen wohl auch die meisten Ärzte, denn es kann gegen einen offen Rücken vorbeugen. Ich denke schädlich ist es nicht, das zu nehmen. Hier gibt es viele verschiedene Präparate und es bleibt jedem selbst überlassen welches Produkt man wählt. Auch für den Mann soll Folsäure gut sein, sie verbessert die Qualität der Spermien.

Dienstag, 26. April 2016

Hoffnungsvolles Warten

Ich habe mir nie sonderliche viele Gedanken über meinen Zyklus gemacht. Ich wusste ungefähr wann ich mit meiner Mens rechnen musste und das war es dann auch. So richtig fing das genauere Betrachten des Zykluses erst an, als der Kinderwunsch immer konkreter wurde.
Es war mir schon klar, dass nach der Menstruation irgendwann der Eisprung folgt und dann wieder die Menstruation. Ich wusste auch, dass der Eisprung nicht jeden Monat zur gleichen Zeit kommt und auch bei jeder Frau individuell ist. Durch NFP habe ich da schon einiges über meinen Zyklus erfahren können.
Aber was einem keiner nehmen kann, ist das ständige Warten und wer ist schon gerne geduldig, wenn er etwas unbedingt möchte...also ich definitiv nicht.

Es beginnt mit dem Einsetzten der Periode. Da beginnt das Warten auf den Eisprung, so etwa zwei Wochen gedulden. Mein Eisprung ist meistens um den 16. Zyklustag, mal ein bisschen früher, mal später. Diese Zeit geht meistens noch relativ gut rum. Richtig schwierig wird es dann, wenn man einen Spenderversuch hatte und vom Eisprung bis zum NMT (Nicht-Mens-Tag) warten muss. Für mich sind das immer die längsten zwei Wochen im Monat.

Und da kommen so viele Gedanken:
Es hat doch im Bauch gezwickt: Ich bin schwanger
Mir ist übel: schwanger
Ich bin ständig müde: schwanger
Ich mag das nicht mehr: schwanger
Ich habe ständig Hunger: schwanger

Diese Liste könnte ich ewig weiterführen. Auch wenn ich versuche da locker ranzugehen und nicht zu viel auf mögliche Anzeichen zu geben, klappt das nicht so gut. Mein Körper bzw. Unterbewusstsein hat es ziemlich gut raus mich zu verarschen. Deswegen gebe ich mittlerweile gar nichts mehr darauf und warte, mehr oder weniger, geduldig bis die Mens einsetzte (oder auch mal irgendwann nicht). Und dann geht das Spiel wieder von vorne los...warten auf den Eisprung...


Ich denke alle Frauen mit Kinderwunsch können mich sehr gut verstehen und so lebe ich weiter im Zwei-Wochen-Rhythmus (dank sei meinen regelmäßigen 28-Tage-Zylus)...

So warte ich momentan wieder und versuche mir nichts einzubilden. Es ist echt schwer...jeden Tag zähle ich. Heute bin ich ES+x. Das kann ich auch gar nicht abstellen. Während der Arbeit bin ich noch ganz gut abgelenkt, abends kommen die Gedanken dann, in den Träumen verfolgen sie mich weiter. Je näher es zum eigentlichen NMT geht, umso mehr beeinflussen die Gedanken meinen Alltag und ich hoffe jedes Mal so sehr.
Dieses Mal war es nicht erfolgreich, aber ich hab es erstaunlich gut weggesteckt und ich habe auch nicht damit gerechnet, dass es gleich beim ersten Versuch mit dem neuen Spender klappt. Nun heißt es „Auf in den neuen Zyklus“ und ich bin sehr optimistisch und zuversichtlich, dass es bald klappt.

Sonntag, 17. April 2016

Neuer Spender - neues Glück?

Ein paar Tage war ich wirklich down und wusste nicht wie es nun weitergehen sollte und dann ging alles ganz schnell und spontan. Ich blicke wieder optimistisch nach vorne und habe ein sehr gutes Gefühl.

Ich habe einen neuen Spender gefunden über Facebook. Habe dort mal nach Samenspendern gesucht und tatsächlich einen gefunden, der mir auf Anhieb sympathisch war und sogar aus meiner Gegend kommt. Ich habe Kontakt zu ihm aufgenommen und wir haben hin und her geschrieben. Er macht einen sehr positiven Eindruck, hat sich viele Gedanken gemacht und zeigt auch Interesse an mir als Person. Ich würde ihn als verantwortungsvollen Spender einschätzen. Er hat schon Spenderkinder und ist auch bereit das Kind kennenzulernen.

Wir werde eine offene Spende machen mit einem Vertrag. Auch das zeigt mit, dass er sich vorab Gedanken macht und nicht nur aus einer Laune heraus spendet.

Anfang April habe ich ihn persönlich getroffen und der erste Eindruck hat sich bestätigt. Wir haben uns gut verstanden uns uns zwei Stunden unterhalten, über alles mögliche. Er hat auch eine Art Vertrag dabei gehabt, wo alle wichtigen Fragen geklärt werden, so wie das alleinige Sorgerecht für mich, dass er nicht als Vater eingetragen wird und keinen Unterhalt zahlt.
Ich finde das zeugt auch davon, dass er sich wirklich mit dem Thema auseinandergesetzt hat.
Er hat ist auch kein Massenspender oder spendet parallel an andere Frauen/Paare. Er will sich dann auf eine Frau „einlassen“ und ihr auch gerecht werden. Ich fand es toll, dass er auch gleich gesagt hat, dass es auch mal sein kann, dass er verhindert ist oder andere Termine hat, aber sich dann rechtzeitig meldet.

Das ging alles so spontan und schnell, dass ich irgendwie das Gefühl habe, es muss so sein. Vielleicht ist er (endlich) der Spender auf den ich warten musste und mit ihm klappt es dann. Es waren ja wirklich nur ein paar Wochen vom ersten Anschreiben bis zum ersten Treffen. Und ich hoffe so, dass ich nicht nochmal suchen muss...


Es ist so schön, dass es wieder weiter geht und ich so meinem Wunsch hoffentlich endlich näher komme. Natürlich kann es auch hier sein, dass es ein wenig dauert bis es klappt, aber ich bin momentan so optimistisch und wer weiß, vielleicht klappt es ja ganz schnell.

Samstag, 16. April 2016

Wieder private Spende?

Ich wollte nicht untätig warten bis ich in München weitermachen konnte und suchte also nach einer günstigen Alternative. Und da gab es nur eines...wieder einen privaten Spender suchen. Also wälzte ich mich durch die Datenbank, schrieb mit einigen Männern, lehnte einige gleich ab, favorisierte andere und hatte schließlich zwei in der engeren Auswahl. Mit dem einem wollte ich mich treffen, doch dann schrieb er kurz vorm Treffen, dass er 100€ pro Spende möchte und zusätzlich das Fahrtgeld. Das kam für mich etwas überraschend und ich lehnte erstmal ab, auch weil ich noch einen anderen Mann in petto hatte. Mit diesem traf ich mich und es passte gleich. Wir verstanden uns gut und konnten uns vorstellen gemeinsam ein Kind zu zeugen. Er legte mir auch ohne Fragen gleich seinen HIV-Test vor. Ich hatte ein gutes Gefühl und war voller Vorfreude. Endlich tat sich wieder was. 




Ich hatte trotz allem etwas Bedenken, denn ich hatte ja schonmal eher negative Erfahrungen gemacht und hatte Angst und Bedenken, dass sowas wieder passiert. Ich muss auch wirklich gestehen, dass dies leider an meine persönlichen Erfahrungen mit Männern anknüpft und das vielleicht auch die größten Probleme sind mich auf einen Mann einzulassen: die Angst verlassen und enttäuscht zu werden...

Im Februar hatten wir dann einen Versuch, der leider negativ endete. Wobei mein Körper das wirklich sehr gut raus hat mich zu veräppeln und ich schaffte es wieder nicht mich nicht verrückt machen zu lassen. Meine Hoffnungen waren groß und die Enttäuschung dann doch groß, aber ich war mir sicher es würde irgendwann klappen.
Eigentlich dachte ich wir würden im März wieder einen neuen Versuch unternehmen. Ich habe ihm geschrieben wann mein Eisprung ungefähr sein wird und er meinte er würde schauen, dass es klappt. Dann tagelang nichts mehr. Ich schrieb ihm dann nochmal ob es klappt und er kommen könne, darauf kam nur, dass er als Spender nicht mehr zur Verfügung stehen würde.
Das war für mich wirklich ein Schock und wäre ich nicht in der Arbeit gewesen, hätte ich auf der Stelle losgeheult (das habe ich dann nach Feierabend im Auto gemacht).

Engel- und Teufelkärtchen

Nun stehe ich wieder planlos im Regen und fühle mich mies, traurig, einsam und hoffnungslos. Ich habe das Gefühl die Welt hasst mich und irgendjemand will verhindern, dass ich schwanger werden darf. Es gibt sicher einen Grund (der sich mir leider momentan nicht erschließt). Wie es nun weiter geht, weiß ich noch nicht genau. Wahrscheinlich einen neuen Spender suchen oder ein Lottogewinn. Dann wäre eine künstliche Befruchtung möglich...