Donnerstag, 15. März 2018

Update mit tollen News

 Endlich gibt es mal wieder ein Update von mir

22. Übungszyklus

Wie immer habe ich zu Anfang des Zykluses meinem Spender geschrieben. Er konnte noch nicht sicher sagen, ob er Zeit hat und könne nur spontan schauen. Mir war das zu unsicher, ich wollte nicht wieder einen Zyklus ungenutzt verstreichen lassen und habe einen anderen Spender angeschrieben, mit dem ich seit einiger Zeit in Kontakt stand. Er sagte sofort zu. Ich buchte ein Hotel in der Nähe von Frankfurt.
Also fuhr ich dahin und wir trafen uns. Er war mir sofort sympathisch und ich dachte mir, dass es gut passen könnte. Wir haben es per Bechermethode gemacht. Und dann hieß es wie immer warten und hoffen.

Schon in der zweiten Woche hatte ich mehrere Anzeichen, aber da ich das häufiger hatte, gab ich da nicht so viel drauf und dachte einfach, dass ich mal wieder PMS hatte. Aber ganz tief drinnen, keimte die Hoffnung immer mehr und irgendwie ahnte ich es schon. Da es mir aber wirklich schon öfter so ging, hatte ich auch große Angst, dass mir mein Körper wieder Streiche spielt.

Freitags hätte ich testen könne, aber ich wolllte noch warten. Sonntag morgens wurde ich wach um kurz nach 5:00 Uhr und bin schlaftrunken auf die Toilette gegangen. Kaum war ich fertig fiel mir ein, dass ich ja einen Test machen wollte.
Nunja auch egal...ich bin wieder ins Bett gekrochen um dann um 8:00 Uhr doch einen Test zu machen. Und es erschien ein ganz zarter Strich. Ich habe erstmal geweint vor Freude und bin im Bad auf und ab gehüpft. Aber so richtig konnte ich es nicht fassen. Da wartet man so lange auf einen positiven Test und dann erscheint auf einmal ein zweiter Strich. Das ist so surreal und es fühlt sich so richtig an.
Ich habe dann gleich einer meiner bestern Freundinnen geschrieben. Wir hatten uns am Tag vorher noch darüber unterhalten. Sie freute sich so sehr mit mir.

Test von Sonntag

Es ist so wie ich es mir immer gewünscht habe. Ich wusste ja die ganze Zeit irgendwann werde ich für all meine Mühen belohnt.

Am Montag habe ich gleich nochmal einen Test gemacht und da erschien sofort der zweite Strich, ganz klar und deutlich. Auch meine Temperatur war schön in Hochlage.

Test von Montag





















Meine Anzeichen waren/sind:
  • schmerzende Brüste und total empfindliche Brustwarzen
  • leicht übel
  • ständig Hunger und ich esse auch viel
  • Müdigkeit (ich könnte die ganze Zeit schlafen und bin abends regelmäßig vorm TV weggepennt)
  • totale viele und wirre Träume
  • Hitze (ich schwitze nachts so viel, aber auch in der Arbeit war mir ständig heiß; dabei bin ich eine echte Frostbeule)
  • Ziehen im Unterleib (ähnlich wie Menssschmerzen, aber teilweise auch weg; fühlt sich bisschen an wie Muskelkater)
  • unruhig
  • Periode bleibt aus und Temperatur ist oben

Das ist alles so aufregend und fühlt sich gut an. Und trotzdem schwingt ein wenig Angst mit ob alles gut geht. Es ist noch früh und man hört von so vielen Fehlgeburten. Aber ich denke positiv und bleibe optimistisch. Das hat mich schließlich auch zu diesem positiven Test gebracht.

Montag, 19. Juni 2017

Immer noch auf dem Weg

Es ist ein langer und steiniger Weg und leider bin ich immer noch nicht am Ziel. Ich sehe das Ziel noch nicht mal in weiter Ferne; kämpfe mich weiter durch und nehme Abzweigungen von denen ich nicht weiß wohin sie mich führen. Ich komme an Sackgassen und muss wieder zurück und mich neu orientieren. 
Das ist teilweise sehr hart und tut auch weh zu erkennen, dass dieser Weg der Falsche war.


 Mit dem privaten Spender habe ich auch nach 9 Zyklen keinen Erfolg und auch mein gutes Gefühl, welches ich zu Beginn noch hatte, lässt nach. Ich kann nicht genau beschreiben worin das liegt, aber ich glaube es passt nicht und ich möchte nicht noch mehr Zeit verlieren. Auch wenn es hart klingt, ich suche ja keinen Mann fürs Leben, sondern einen Vater und da ist der Mann für mich einfach austauschbar. 
 
Ende Juli habe ich einen Termin bei meinem Frauenarzt und möchte einmal alles checken lassen. Einfach um zu wissen ob es denn grundsätzlich möglich ist, dass ich schwanger werden kann. Seit nun zwei Jahren probiere ich es schon mit verschiedenen Männern und es hätte ja auch mal klappen können. Entweder war es nur Pech, es hat nicht gepasst oder es liegt an mir.


Wie genau es dann weitergeht, kann ich noch nicht sagen. Entweder einen neuen privaten Spender suchen oder doch eine Samenbank aus Dänemark wählen. Da gibt es sogar die Option sich das Sperma nach Hause liefern zu lassen. Bisher finde ich das eine gute Option. Der Mann ist komplett durchgecheckt, ich kann mir zu 100% sicher sein, dass der gesund ist. Nur persönlich kennenlernen kann ich ihn nicht und auch das Kind hat erst mit 18 Jahren die Chance ihn kennenzulernen...also rein theoretisch. Ob das dann wirklich klappt, kann ja niemand vorher sagen.

Dienstag, 24. Januar 2017

Neuer Spender

Die Entscheidung ist gefallen (schon vor ein paar Monaten)...für einen privaten Spender. Wie es dazu kam, erfahrt ihr hier.

Ich habe parallel nach beidem Ausschau gehalten.
Ich habe bei der Samenbank schon mal nach potenziellen Spender geschaut und mir meine Favoriten auch notiert. Und trotzdem war ich da nicht mit meinem ganzen Herzen dabei. Zum Einen kostet es sehr viel Geld, ein offener Spender sogar nochmal mehr ohne die Gewissheit zu haben, dass das Kind seinen Erzeuger dann auch wirklich kennenlernen und treffen kann. Das führte zum zweiten Grund, ich möchte dass das Kind seinen leiblichen Vater kennt und Kontakt zu ihm aufnehmen kann wann es das möchte. Ich finde es wichtig, dass man seine Wurzeln und seine Herkunft kennt.


Also habe ich zeitgleich nach privaten Spender gesucht und einige sofort aussortiert. Aber einer hat mir so nett geschrieben und ich war gleich ganz angetan. Er ist schon Spendervater, hat einen Sohn, eine Tochter und das dritte Kind kommt im März zur Welt. Alle Kinder von anderen Frauen. Für ihn ist jedes Kind ein Geschenk und er hat regelmäßigen Kontakt, nicht nur schriftlich, sondern sieht die Kinder auch häufiger. Das hat mir sofort gefallen. Auch wie er geschrieben hat, war mir sympathisch. Auf den Fotos gefiel er mir gleich noch besser ;-)
Er hat mir versprochen, dass er bis zum Erfolg spenden wird. Ich hoffe es sehr, aber versuche realistisch zu bleiben und mir nicht zu viel davon zu erwarten. Wenn er sich daran hält, ist es super und wenn nicht werde ich weitersehen. Wirklich schön fand ich, dass er sich bei mir bedankt habe, dass ich die Mutter seines vierten Kindes werden möchte. Er hat einen Kinderwunsch, aber nicht wirklich den Wunsch nach einer festen Partnerschaft. Also eine Win-Win-Situation.

Wir versuchen es nun schon seit drei Monaten mit einander und er ist ein ganz toller Mann. Ich kann mich gut mit ihm unterhalten und er ist mir sehr sympathisch. Wir haben regelmäßig Kontakt und schreiben uns häufig. Er weiß ungefähr wie lange meine Zyklen sind und rechnet sich selbst aus, wann es gut wäre sich zu treffen. Das finde ich unglaublich toll und es zeigt mir auch, dass er es wirklich ernst meint, denn sonst würde er da gar nicht so viel Zeit investieren. Mit ihm habe ich wirklich einen Glückgriff gemacht. Ich fühle mich wohl mit ihm und gut aufgehoben. Jetzt steht unserem Wunschbaby nichts mehr im Weg.

Freitag, 20. Januar 2017

Termin beim Frauenarzt

Ich war bei meinem Frauenarzt. Es ist schon ein komisches Gefühl, wenn man bei der Anmeldung gefragt wird warum man hier ist und dann möglicht unauffällig versucht zu sagen warum. Eigentlich ist ja nichts dabei, sich Unterstützung auf dem Weg zum Baby zu holen, aber in einer Kleinstadt kommt die „Angst“ dazu von irgendjemandem gesehen zu werden. Es wissen ja nicht viele Leute von meinen konkreten Plänen.

Ich habe also mit meinem Arzt gesprochen und er hilft mir weiter.
Über meine genaue Situation weiß er nicht Bescheid, aber ich finde das tut auch erstmal nichts zur Sache und würde es mir nur wieder unnötig erschweren. Er weiß nur, dass mein „Partner“ nicht mit mir zusammen wohnt und weiter weg arbeitet. Aus diesem Grund sehen ist es auch erschwert, denn wir müssen den Eisprung gut timen, da er dann extra kommt. Das ist ja nicht mal gelogen...

Wir werden nun ein Zyklusmonitoring machen. Am 12. Zyklustag komme ich zum Ultraschall und wir schauen dann wie weit der Eisprung schon voran geschritten ist und wie man weiter machen kann. Vermutlich wird mit Clomifen unterstützt. Ich hoffe nun natürlich, dass es dann ganz bald klappt. Über Clomifen habe ich nun einiges gelesen, sowohl positives als auch negatives. Im Moment ist es für mich ein Stück Hoffnung und ich sehe es als Chance. Leider kann man ja sonst nicht viel machen um schwanger zu werden (natürlich sich gesund ernähren, um den Eisprung Sex haben...) und es ist sicher auch zu einem großen Teil Glück dabei. Wenn also Clomifen dabei helfen kann, werde ich es ausprobieren und wenn nicht werde ich mich dann damit auseinander setzten wenn es soweit ist. Clomifen kann man wohl 6 Zyklen lang verwenden, danach wird es nicht mehr empfohlen.
Momentan habe ich das Gefühl mein Körper wartet nur darauf, dass ich endlich schwanger werde. Also hoffe ich, dass es schon nach ein oder zwei Zyklen klappt.

Freitag, 6. Januar 2017

Neues Jahr - neues Glück

Zu gerne hätte ich verkündet, dass ich schwanger bin, aber leider ist dem nicht so...
Ich versuche trotz allem optimistisch in die Zukunft zu schauen und es wird schon irgendwann (aber möglichts bald) klappen.

Ich habe einen tollen neuen Spender mit dem ich mich sehr gut verstehe und der wirklich Interesse an einem Kind hat. Wir schreiben uns auch so ab und zu. Ich denke mit ihm hab ich den (Spender-)Hauptgewinn gezogen. Bisher hatten wir 3 Versuche. Da die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden nur bei 20-30 Prozent pro Versuch liegt, wäre es großes Glück gewesen, dass es gleich klappt. Beim ersten Versuch denke ich war der Eisprung sowieso schon vorbei...

Aber neues Jahr neues Glück.
Ich werde mir aber nun auch Untertützung bei meinem Frauenarzt (FA) holen. Das hat er mir mal angeboten, aber ich wollte es ungezwungen angehen lassen. Nun sind es aber 1,5 Jahre in denen ich probiere schwanger zu werden. Ich hatte zwar nicht jeden Monat einen Versuch, aber ich möchte nichts unversucht lassen und deswegen möchte ich hören, was mir der FA rät oder welche Hilfsmittel er mir vorschlagen kann. Wie genau ich meinen KiWu angehe, weiß er nicht und das muss er vorerst auch nicht wissen. Am 16. Januar habe ich einen Termin und hoffe, dass ich dann direkt in diesem Zyklus loslegen kann und vielleicht schon erfolgreich bin.


Bis dahin werde ich aber weiter mein Leben leben und genießen. Ich unternehme Dinge von denen ich weiß, dass sie mit Baby und Kind dann später schwieriger werden wie zum Beispiel Konzertbesuche, ins Kino gehen, abends Essen gehen, Alkohol trinken... Natürlich verzichte ich auf diese Sachen dann gerne, aber ich möchte bis zur Schwangerschaft und Geburt noch alles mitnehmen was geht. Außerdem ist es sicherlich nicht gesund, dass der KiWu das ganze Leben bestimmt. Der Wunsch nach einem Baby ist zwar immer da und auch sehr präsent, aber ich habe immer noch das beruhigende Gefühl, dass sich dieser Wunsch bald erfüllen wird. Woher ich diese Gewissheit nehme, kann ich nicht sagen...

Dienstag, 1. November 2016

Raum für negative Gefühle

Dieser Post geht an alle Mädels, die sich sehnlichst ein Baby wünschen und bei denen es noch nicht geklappt hat. Nehmt euch Zeit für diese Gefühle, sie gehören dazu und gebt ihnen Raum. Teilt euch mit und schluckt die Traurigkeit nicht herunter. Wir werden alle, früher oder später, unser Wunder im Arm halten <3

Es gibt Momente in der Kinderwunschzeit, die sind dunkel und traurig und man ist voller Neid. So eine Zeit ist gerade bei mir.

Ich habe das Gefühl überall um mich herum werden die Frauen schwanger und ich wäre es so gerne und bin es immer noch nicht. Für manche Mädels freue ich mich total, dass es bei ihnen endlich geklappt hat und trotzdem bleibt da dieser tiefe Schmerz und dieser düstere Gedanke an Ungerechtigkeit. Nein es ist nicht ungerecht, denn niemand weiß wie lange es eine Frau/ein Paar schon versucht schwanger zu werden, was sie schon alles durchleiden musste und wie oft auch da diese negativen Gedanken waren.

Aber das Leben geht manchmal komische Wege und so kommt man wahrscheinlich immer mal an diesen Punkt, dass man sich über Schwangerschaftsnachrichten freut, aber gleichzeitig vor Schmerz laut losweinen muss. Und ich finde es wichtig auch diesen Gefühlen einen Platz zu geben und sich mitzuteilen. Ja es tut verdammt weh, wenn man selbst gerne schwanger wäre und dann erfährt, dass eine Bekannte oder Freundin Nachwuchs erwartet. Es gibt Zeiten, da steckt man das besser weg und es gibt Zeiten, da muss man einfach weinen. Und ich fühle mich auch noch schlecht wenn ich dann so da sitze und in Selbstmitleid zerfließe und es den andern nicht von Herzen gönnen kann. Deshalb habe ich auch beschlossen, darüber zu reden. Negative Gefühle gehören zum Leben und es ist wichtig ihnen auch Raum zu geben. So ist es halt momentan, dass diese Gefühle mehr Platz brauchen und dann gibt es sicher auch ganz bald Platz für meinen Optimismus und die guten Gefühle.

Ein Baby ist ein Wunder und (leider) nichts was man wirklich planen kann. Der Zeitpunkt wird irgendwann kommen und bis dahin werde ich vielleicht noch viele traurige Täler und hoffnungsvolle Wege beschreiten.

Dienstag, 18. Oktober 2016

Neuorientierung oder es geht immer weiter

 Ich bin leider immer noch nicht schwanger, aber meine Zeit wird schon noch kommen. Da bin ich aus unerfindlichen Gründen sehr sehr sicher.


Und wie es so ist, muss ich mich neu orientieren und neue Entscheidungen treffen. Definitiv werde ich noch nicht aufgeben und muss mich somit wieder auf die Suche nach einem neuen Spender machen.
Ob ich wieder einen privaten Spender wähle oder einen von der Samenbank ist mir noch nicht ganz klar und wahrscheinlich wird es auf eine Mischung hinaus laufen...
Es gibt die Möglichkeit sich das Sperma von einer dänischen Samenbank nach Hause liefern zu lassen, das wäre natürlich gut, dann müsste ich nicht schauen wie ich es zeitlich einrichten kann nach München zu fahren.

Ich habe mir Gedanken über die Vor- und Nachteile gemacht und werde die hier aufführen.

Pro privater Spender
Contra privater Spender
+ vorheriges Kennenlernen
- Vertrauensbasis (ich wurde leider schon mehrmals einfach sitzengelassen)
+ dass Kind kann ihn kennenlernen, wann es das möchte
- kein 100% aktueller HIV-Test
+ es ist günstiger oder sogar kostenlos
- kein Wissen über Gesundheit der Familie
+ meist flexibler
- langwierige Suche

- viele komische Vögel


Pro Samenbank
Contra Samenbank
+ Entscheidung anhand Steckbrief und Kinderbild (Optik entscheidet)
- höhere Kosten
+ Einblick in Familiengeschichte (Alter; Beruf, Krankheiten der Großeltern, Eltern und Geschwister)
- nicht so flexibel (einige Tage vorher bestellen)
+ kein persönlicher Kontakt (also auch keine Erwartungshaltung)
- das Kind kann einen offenen Spender (nur theoretisch) mit 18 kennenlernen
+ alle Spender werde vorher überprüft
-offener Spender ist sehr teuer
- nehme ich meinem Kind mit einen anonymen Spender die Identität?


Donnerstag, 15. September 2016

Update

Lange habe ich nichts von mir hören lassen und es gab auch kaum etwas zu berichten.
Durch Urlaub und andere Umstände habe ich eine Weile mit meinem Spender pausiert und wollte dann wieder loslegen im August. Termin stand und dann hat mir mein Spender einen Tag vorher komplett abgesagt. Es sei ihm alles zu viel und er spendet nicht mehr...
Ich war geschockt und sehr traurig und enttäuscht, denn ich dachte wirklich er sei sehr zuverlässig. 



 Nach einigen Tagen Trübsal blasen, entschloss ich mich weiterzumachen. Aufgeben ist (noch) keine Option. Ich werde weiterhin für meinen Wunsch kämpfen und was man sich von Herzen wünscht, kann man nicht so einfach aufgeben.
Also wälzte ich Anzeigen und schreib mit einigen Männer. Da war wirklich viel Müll dabei, von nur natürliche Zeugung ohne HIV-Test bis zu Männern, die meinen Babybauch dann regelmäßig streicheln wollen...

Der Plan für diesen Zyklus steht aber nun. Ich werde am Samstag nach München fahren und dort nochmal zu Dr. Berg gehen. Meine Stimmung ist sehr positiv, ich bin aufgeregt und sehr optimistisch, aber versuche es locker anzugehen. Es kann natürlich auch sein, dass es nicht klappt...dann muss ich weiterschauen wie ich meinen Weg gehen kann. Aber ich gebe nicht auf!!!



Samstag, 4. Juni 2016

Artikel in der Süddeutschen Zeitung

Über das SFMK-Forum kommen regelmäßig Anfrage von Zeitungen oder TV-Sendern, die Berichte über Singlefrauen mit Kinderwunsch bringen möchten.

So auch vor einigen Wochen von einer freien Journalistin, die in der Samstagsausgabe der Süddeutschen Zeitung einen Artikel über das Thema bringen will und dafür speziell eine jüngere Frau suchte. Die meisten Journalisten nehmen eher ältere Frauen, wobei auch immer mehr Frauen um die 30 ihren Kinderwunsch alleine umsetzen möchten.

Ich habe der Journalistin, Lisa Rüffer (http://www.lisarueffer.de/), eine Mail geschrieben und dann ging es relativ schnell. Wir hatten Mailkontakt, haben wenige Tage später telefoniert und sie wollte mich gerne besuchen um ausführlicher mit mir zu sprechen. Ich hatte nichts dagegen, denn sie war mir am Telefon schon sehr sympathisch. Wir duzten uns gleich.
Anfang April kam sie also mit dem Zug und wir trafen uns in einem Café. Meine Schwester war mit beiden Kindern zu Beginn auch mit dabei und wir haben geredet. Nachdem sich meine Schwester verabschiedet hatte, stellte Lisa auch konkretere Fragen. Im Anschluss waren wir spazieren, dann bei mir zu Hause und abends noch zusammen etwas essen. Die ganze Zeit sprachen wir ganz offen über das Thema. Ich habe mich dabei sehr verstanden gefühlt und sie hat mich nicht gedrängt und sehr wenig Fragen gestellt, sondern eher alles im Gespräch herausgefunden.

Ich finde es gut, dass das Thema auch in den Medien angesprochen wird, denn ich denke es gibt viele Frauen, die einen Kinderwunsch haben und vielleicht nicht wissen, wie sie diesen auch ohne Partner angehen können. Es gibt so viele Familienmodelle und ich finde es wichtig, dass alle eine Daseins-Berechtigung haben und ernst genommen werden.

Hier ist auch der Link zu dem Artikel, der wie ich finde wirklich toll geworden ist. Bisher habe ich auch nur positives Feedback bekommen

Sonntag, 29. Mai 2016

Und alles kommt anders...

Leider kommt kein so positives Update und ich bin wirklich etwas geknickt.
Ist es zu viel verlangt den allergrößten Herzenswunsch erfüllt zu bekommen? Manchmal habe ich das Gefühl irgendjemand hat etwas gegen meinen Kinderwunsch...

Aber der Reihe nach:
Mein Spender arbeitet in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz, aber am Wochenende hat er meistens Zeit, manchmal auch unter der Woche. Bisher war mein Eisprung immer schön am/ums Wochenende :-)
Wir stehen in regelmäßigem Kontakt. Ich teile ihm mit wo ich im Zyklus stehe und wann ungefähr mein Eisprung ist. Er hat mir dann schon mitgeteilt, dass er bis Freitags in Österreich wäre, aber abends kommen könne.
Freitags schrieb er dann, dass der Termin länger gedauert hatte und er es nicht mehr schaffen würde. Ich war schon leicht gefrustet, aber er hatte mir immerhin umgehend Bescheid gegeben (hatte ja schon andere Erfahrungen gemacht). Er hat angeboten am nächsten Morgen vorbei zu kommen. Zuerst zögerte ich, denn eigentlich hatte ich eine Fortbildung. Aber meine Priorität liegt ganz klar auf dem KiWu und so entschied ich einfach später bei der Fortbildung aufzukreuzen. Allerdings hat mein Spender dann ganz früh am Morgen geschrieben, dass er nicht mehr weiterfahren konnte wegen Müdigkeit und es deswegen nicht schaffe vorbei zu kommen. Ich hätte in dem Moment heulen können, aber musste mich zusammen reißen, denn musste ja zur Fortbildung. Also mit mega Stress und Eile losgehetzt und musste mich den ganzen Tag zusammen reißen nicht einfach zu weinen. Mir ging es nicht gut und ich konnte gestern auch nicht wirklich folgen. Zum Glück kennen mich meine Kolleginnen nicht so gut.
Diesen Zyklus kann ich dann wohl vergessen :-( leider hat mein Spender noch private Termine und ich denke nicht, dass er heute abend noch vorbei kommt.
Nächsten Zyklus werde ich wohl aussetzten müssen, weil mein Eisprung höchstwahrscheinlich auf meinen Urlaub fällt. 


Es tut weh, wenn ein guter Zyklus einfach ungenutzt bleibt, wenn der Wunsch nach einem Baby wieder entgleitet und alles viel zu kompliziert zu scheint. Es fühlt sich an als würde ein sehr wichtiger Teil von mir einfach fehlen und ich warte darauf, dass er endlich zu mir kommt. Das soll nicht heißen, dass ich ein Baby möchte um mich selbst zu verwirklichen, aber Kinder gehören für mich zum Leben dazu und das fehlt mich einfach.

Gerade läuft alles schief und es ist wirklich schwer optimistsich zu bleiben... 


Sonntag, 22. Mai 2016

Kurzes Update

Jetzt gab es schon länger nichts Neues von mir und leider habe ich auch nicht wirklich was zu berichten...

Es ist jeden Monat das gleiche Spiel: Ich warte auf den Eispung, treffe mich mit meinem Spender und hoffe dann, dass es geklappt hat. Ich hatte wieder ein sehr gutes Gefühl und leider kam dann doch wieder die Menstruation. Und die Enttäuschung war groß, die negativen Gedanken machten sich breit. Warum klappt es denn nie bei mir? Ich wünsche es mir so sehr und alle um mich rum werden schwanger. Überall sehe ich Frauen mit Kindern oder Babybauch.


Nach einigen Tagen im Selbstmitleid suhlen, kam aber mein Optimismus wieder durch und ich bin mir sicher, dass es auch bei mir noch klappen wird. 
Ich hatte bisher 7 Spenderversuche, aber mit ständig wechselnden Spender. Mit meinem jetztigen Spender wird es dann der dritte Versuch sein. Er ist nach wie vor sehr zuverlässig und nimmt sich die Zeit. Also werde ich bald einen neuen Versuch haben und ich bin wieder voller Hoffnung, dass es dieses Mal klappt. Irgendwann muss es ja mal funktionieren.


Gibt es Themen, Fragen, Interessen, Wünsche über die ich schreiben soll. Teilt mir das gerne als Kommentar mit, dann kann ich darauf eingehen...

Samstag, 30. April 2016

NFP und Co.

Seit über einem Jahr mache ich nun NFP, natürliche Familienplanung. In dieser Zeit habe ich meinen Körper noch besser kennengelernt. Bei dieser Methode misst man jeden Morgen seine Basaltemperatur (Temperatur beim Aufwachen und vor dem Aufstehen) und beobachtet den Zervixschleim oder den Muttermund.
Das klingt zu Beginn alles sehr kompliziert, aber ich habe mich sehr schnell daran gewöhnt und finde es wirklich toll. Manche Paare nutzen es zur Verhütung um keine Hormone nehmen zu müssen, aber viele nutzen es auch um schwanger zu werden, denn dank des Zervixschleims lässt sich sehr gut bestimmen, wann die fruchtbaren Tage sind. Es ist auf jeden Fall sehr interessant. Auch bei langen oder unregelmäßigen Zyklen lässt sich NFP wunderbar anwenden.

Dies war mein 5. Zyklus. Die Hochlage sollte mindestens 10 Tage lang sein, damit sich ein befruchtetes Ei gut einnisten kann. Der Eisprung findet rund um die 1. höhere Messung (1. hM) statt. Durch den Temperaturanstieg kann man mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass es einen Eisprung gegeben hat. Der lila Balken zeigt an, dass man an diesem Tag zu 99% schwanger ist, weil dann die Hochlage 19 Tage beträgt.


Zusätzlich zu NFP nutze ich noch andere Hilfsmittel. Manche schwören auf Ovulationstests, die den LH-Anstieg anzeigen. Ich halte nicht so viel davon, da die bei mir meistens nichts angezeigt haben.
Ich unterstütze meinen Körper mit Homöopathie. Diese Seite habe ich im Internet gefunden http://kiwu.winnirixi.de/homoeopathie.html und finde die sehr übersichtlich.
Ich selbst habe bisher Frauenmanteltee getrunken, der meine Schmierblutungen deutlich reduziert hat. Einige Monate habe ich den Tee nicht mehr getrunken und da nahmen die Zwischenblutungen deutlich zu, also trinke ich ihn seit einem Monat wieder. Dann nehme ich Bryophyllum ab dem Eisprung. Beide Mittel, die ich bisher nehme sind für die zweite Zyklushälfte.
Seit dem letzten Zyklus nehme ich auch Ovaria comp. Das ist für die erste Zyklushälfte.

Es gibt etliche Mittel, die die Fruchtbarkeit steigern sollen. Ich denke da muss jeder für sich entscheiden, was einem selbst gut tut und auf was man vertraut und auch welches Mittel gut anschlägt. Dies ist keinesfalls eine vollständige Sammlung, denn dafür gibt es einfach zu viele. Ich weiß, dass viele auf Zyklustee 1 und 2 schwören.

Folsäure nehme ich seit ich weiß, dass ich ein Kind möchte. Das empfehlen wohl auch die meisten Ärzte, denn es kann gegen einen offen Rücken vorbeugen. Ich denke schädlich ist es nicht, das zu nehmen. Hier gibt es viele verschiedene Präparate und es bleibt jedem selbst überlassen welches Produkt man wählt. Auch für den Mann soll Folsäure gut sein, sie verbessert die Qualität der Spermien.

Dienstag, 26. April 2016

Hoffnungsvolles Warten

Ich habe mir nie sonderliche viele Gedanken über meinen Zyklus gemacht. Ich wusste ungefähr wann ich mit meiner Mens rechnen musste und das war es dann auch. So richtig fing das genauere Betrachten des Zykluses erst an, als der Kinderwunsch immer konkreter wurde.
Es war mir schon klar, dass nach der Menstruation irgendwann der Eisprung folgt und dann wieder die Menstruation. Ich wusste auch, dass der Eisprung nicht jeden Monat zur gleichen Zeit kommt und auch bei jeder Frau individuell ist. Durch NFP habe ich da schon einiges über meinen Zyklus erfahren können.
Aber was einem keiner nehmen kann, ist das ständige Warten und wer ist schon gerne geduldig, wenn er etwas unbedingt möchte...also ich definitiv nicht.

Es beginnt mit dem Einsetzten der Periode. Da beginnt das Warten auf den Eisprung, so etwa zwei Wochen gedulden. Mein Eisprung ist meistens um den 16. Zyklustag, mal ein bisschen früher, mal später. Diese Zeit geht meistens noch relativ gut rum. Richtig schwierig wird es dann, wenn man einen Spenderversuch hatte und vom Eisprung bis zum NMT (Nicht-Mens-Tag) warten muss. Für mich sind das immer die längsten zwei Wochen im Monat.

Und da kommen so viele Gedanken:
Es hat doch im Bauch gezwickt: Ich bin schwanger
Mir ist übel: schwanger
Ich bin ständig müde: schwanger
Ich mag das nicht mehr: schwanger
Ich habe ständig Hunger: schwanger

Diese Liste könnte ich ewig weiterführen. Auch wenn ich versuche da locker ranzugehen und nicht zu viel auf mögliche Anzeichen zu geben, klappt das nicht so gut. Mein Körper bzw. Unterbewusstsein hat es ziemlich gut raus mich zu verarschen. Deswegen gebe ich mittlerweile gar nichts mehr darauf und warte, mehr oder weniger, geduldig bis die Mens einsetzte (oder auch mal irgendwann nicht). Und dann geht das Spiel wieder von vorne los...warten auf den Eisprung...


Ich denke alle Frauen mit Kinderwunsch können mich sehr gut verstehen und so lebe ich weiter im Zwei-Wochen-Rhythmus (dank sei meinen regelmäßigen 28-Tage-Zylus)...

So warte ich momentan wieder und versuche mir nichts einzubilden. Es ist echt schwer...jeden Tag zähle ich. Heute bin ich ES+x. Das kann ich auch gar nicht abstellen. Während der Arbeit bin ich noch ganz gut abgelenkt, abends kommen die Gedanken dann, in den Träumen verfolgen sie mich weiter. Je näher es zum eigentlichen NMT geht, umso mehr beeinflussen die Gedanken meinen Alltag und ich hoffe jedes Mal so sehr.
Dieses Mal war es nicht erfolgreich, aber ich hab es erstaunlich gut weggesteckt und ich habe auch nicht damit gerechnet, dass es gleich beim ersten Versuch mit dem neuen Spender klappt. Nun heißt es „Auf in den neuen Zyklus“ und ich bin sehr optimistisch und zuversichtlich, dass es bald klappt.

Sonntag, 17. April 2016

Neuer Spender - neues Glück?

Ein paar Tage war ich wirklich down und wusste nicht wie es nun weitergehen sollte und dann ging alles ganz schnell und spontan. Ich blicke wieder optimistisch nach vorne und habe ein sehr gutes Gefühl.

Ich habe einen neuen Spender gefunden über Facebook. Habe dort mal nach Samenspendern gesucht und tatsächlich einen gefunden, der mir auf Anhieb sympathisch war und sogar aus meiner Gegend kommt. Ich habe Kontakt zu ihm aufgenommen und wir haben hin und her geschrieben. Er macht einen sehr positiven Eindruck, hat sich viele Gedanken gemacht und zeigt auch Interesse an mir als Person. Ich würde ihn als verantwortungsvollen Spender einschätzen. Er hat schon Spenderkinder und ist auch bereit das Kind kennenzulernen.

Wir werde eine offene Spende machen mit einem Vertrag. Auch das zeigt mit, dass er sich vorab Gedanken macht und nicht nur aus einer Laune heraus spendet.

Anfang April habe ich ihn persönlich getroffen und der erste Eindruck hat sich bestätigt. Wir haben uns gut verstanden uns uns zwei Stunden unterhalten, über alles mögliche. Er hat auch eine Art Vertrag dabei gehabt, wo alle wichtigen Fragen geklärt werden, so wie das alleinige Sorgerecht für mich, dass er nicht als Vater eingetragen wird und keinen Unterhalt zahlt.
Ich finde das zeugt auch davon, dass er sich wirklich mit dem Thema auseinandergesetzt hat.
Er hat ist auch kein Massenspender oder spendet parallel an andere Frauen/Paare. Er will sich dann auf eine Frau „einlassen“ und ihr auch gerecht werden. Ich fand es toll, dass er auch gleich gesagt hat, dass es auch mal sein kann, dass er verhindert ist oder andere Termine hat, aber sich dann rechtzeitig meldet.

Das ging alles so spontan und schnell, dass ich irgendwie das Gefühl habe, es muss so sein. Vielleicht ist er (endlich) der Spender auf den ich warten musste und mit ihm klappt es dann. Es waren ja wirklich nur ein paar Wochen vom ersten Anschreiben bis zum ersten Treffen. Und ich hoffe so, dass ich nicht nochmal suchen muss...


Es ist so schön, dass es wieder weiter geht und ich so meinem Wunsch hoffentlich endlich näher komme. Natürlich kann es auch hier sein, dass es ein wenig dauert bis es klappt, aber ich bin momentan so optimistisch und wer weiß, vielleicht klappt es ja ganz schnell.

Samstag, 16. April 2016

Wieder private Spende?

Ich wollte nicht untätig warten bis ich in München weitermachen konnte und suchte also nach einer günstigen Alternative. Und da gab es nur eines...wieder einen privaten Spender suchen. Also wälzte ich mich durch die Datenbank, schrieb mit einigen Männern, lehnte einige gleich ab, favorisierte andere und hatte schließlich zwei in der engeren Auswahl. Mit dem einem wollte ich mich treffen, doch dann schrieb er kurz vorm Treffen, dass er 100€ pro Spende möchte und zusätzlich das Fahrtgeld. Das kam für mich etwas überraschend und ich lehnte erstmal ab, auch weil ich noch einen anderen Mann in petto hatte. Mit diesem traf ich mich und es passte gleich. Wir verstanden uns gut und konnten uns vorstellen gemeinsam ein Kind zu zeugen. Er legte mir auch ohne Fragen gleich seinen HIV-Test vor. Ich hatte ein gutes Gefühl und war voller Vorfreude. Endlich tat sich wieder was. 




Ich hatte trotz allem etwas Bedenken, denn ich hatte ja schonmal eher negative Erfahrungen gemacht und hatte Angst und Bedenken, dass sowas wieder passiert. Ich muss auch wirklich gestehen, dass dies leider an meine persönlichen Erfahrungen mit Männern anknüpft und das vielleicht auch die größten Probleme sind mich auf einen Mann einzulassen: die Angst verlassen und enttäuscht zu werden...

Im Februar hatten wir dann einen Versuch, der leider negativ endete. Wobei mein Körper das wirklich sehr gut raus hat mich zu veräppeln und ich schaffte es wieder nicht mich nicht verrückt machen zu lassen. Meine Hoffnungen waren groß und die Enttäuschung dann doch groß, aber ich war mir sicher es würde irgendwann klappen.
Eigentlich dachte ich wir würden im März wieder einen neuen Versuch unternehmen. Ich habe ihm geschrieben wann mein Eisprung ungefähr sein wird und er meinte er würde schauen, dass es klappt. Dann tagelang nichts mehr. Ich schrieb ihm dann nochmal ob es klappt und er kommen könne, darauf kam nur, dass er als Spender nicht mehr zur Verfügung stehen würde.
Das war für mich wirklich ein Schock und wäre ich nicht in der Arbeit gewesen, hätte ich auf der Stelle losgeheult (das habe ich dann nach Feierabend im Auto gemacht).

Engel- und Teufelkärtchen

Nun stehe ich wieder planlos im Regen und fühle mich mies, traurig, einsam und hoffnungslos. Ich habe das Gefühl die Welt hasst mich und irgendjemand will verhindern, dass ich schwanger werden darf. Es gibt sicher einen Grund (der sich mir leider momentan nicht erschließt). Wie es nun weiter geht, weiß ich noch nicht genau. Wahrscheinlich einen neuen Spender suchen oder ein Lottogewinn. Dann wäre eine künstliche Befruchtung möglich...

Dienstag, 12. April 2016

Neuer Weg - KiWu-Klinik

Nach der Enttäuschung brauchte ich eine andere Alternative und habe viel zu Kinderwunsch-Kliniken im In- und Ausland gelesen und mir Informationen eingeholt. Über das SFMK-Forum habe ich von der Klinik von Dr. Berg in München erfahren. Von der Entfernung her war das machbar und die Kosten waren nicht zu hoch (abgesehen vom Spendersamen). Also machte ich einen Termin für ein Erstgespräch aus und bekam einen Termin Anfang November.
Bis dahin vertrieb ich mir die Zeit mit Spendersuche. Ich wälzte die Kataloge der Samenbanken, verwarf Favoriten und suchte mir Neue. Am Ende hatte ich eine Auswahl von sechs Spendern, die Daten hatte ich mir alle gespeichert (falls ich die nochmal brauchen sollte). Und wie sollte man sich nun entscheiden??
Der Hinweis kam aus meiner Familie, ich solle doch per Los entscheiden lassen. Die Idee fand ich gut, denn mit Entscheidungen tue ich mir ohnehin schwer und so entschied das Los und ich konnte bestellen. Da es auf einmal schon viel Geld ist, hatte ich mich entschieden erstmal nur zwei Einheiten zu bestellen. Die Versandkosten konnte ich mir mit einer anderen Frau teilen, trotzdem war es ziemlich viel Geld was ich auf einen Schlag los war.


Ich fuhr dann Anfang November mit dem Zug nach München und bummelte gemütlich durch die Stadt. Den Termin hatte ich erst am Nachmittag. Die Nervosität stieg immer mehr, aber die Vorfreude auch. Das Erstgespräch verlief sehr positiv. Dr. Berg war mir sofort sympathisch. Die Klinik ist wunderschön, in einem Altbau. Positiv fand ich, dass Dr. Berg nichts schön redet und einem nichts andrehen will. Er meinte ich sei ja noch jung und er würde mir eine einfache IUI empfehlen. Ich müsse mir aber im Klaren sein, dass die Chancen schwanger zu werden nur bei 30% liegen und da sehr viel Faktoren mit reinspielen. Es sprach nichts dagegen, es gleich in diesem Zyklus zu versuchen.
Am 19.November machte ich mich wieder auf den Weg nach München, dieses Mal mit dem Auto. Ich war total entspannt und voller Freude. Es ging alles ganz schnell, aber ohne Hektik. Das Sperma war aufgetaut (es lagerte bisher in der Praxis). Dr. Berg meinte noch es sei sehr gute Qualität um schwanger zu werden. Dann wurde mir das Sperma eingespritzt und ich lag noch einige Minuten da. Im Anschluss wurde mir Blut angenommen und zu schauen ob mein ES schon war (das hab ich nicht ganz verstanden...) und er hat mir noch viel Glück gewünscht. Ich bin wieder heimgefahren und dann hieß es warten.

Mein Vater hatte mitbekommen, dass ich in München war und wollte gerne wissen warum und dann habe ich ihm die ganze Geschichte erzählt. Ich glaube zuerst war er sehr verwundert, aber fand es dann doch gut, dass ich meinen Weg gehe. Da kann ich mich wirklich glücklich schätzen, dass ich so eine tolle Familie habe.


Ich hatte große Hoffnungen, dass es geklappt hatte, aber leider wurde mein ganzer Zyklus durcheinander gewirbelt. Dr. Berg hatte gemeint ich solle Progesteron nehmen, das unterstütze die Einnistung und dadurch hat sich meine Menstruation verschoben. Doch irgendwann kam sie dann doch, trotzallem hoffte ich, dass es geklappt haben könnte. Ich war sogar beim Frauenarzt, der mir aber dann endgültig bestätigte, dass ich nicht schwanger sei. Er bot mir aber an ab Januar ein Zyklusmonitoring (Zyklusbeobachtung) durchzuführen. Über meinen Single-Status weiß er nicht Bescheid, aber das tut ja auch erstmal nichts zur Sache.

Da sich ja irgendwie alles verschoben hatte und mein Zyklus etwas durcheinander war, wollte ich auf jeden Fall einen Monat pausieren, zumal auch Weihnachten vor der Türe stand.
Durch finanzielle Engpässe und der Wechsel meines Arbeitgebers war es mir bisher nicht möglich nochmal nach München zu fahren. So lagert dort mein zweiter Halm Sperma und wartet auf seinen Einsatz, aber ich wollte so lange nicht untätig sein und setzte mich nochmal mit der privaten Spende auseinander.

Abwarten oder weitermachen?

Zwischendurch war ich mir wirklich nicht sicher, ob ich das Richtige mache. Mache ich nicht einen großen Fehler, wenn ich alleine ein Kind bekomme? Das ist doch vollkommen unnormal?


Aber dieser Wunsch saß so tief in mir und der Gedanke an ein Kind ließ mich nicht mehr los. Ich erwischte mich, dass ich auf jede Schwangere neidisch war, ich schaute in jeden Kinderwagen und dachte immer, dass könnte auch ich sein...
Dass dieses Verhalten vor allem mir selbst schadete, merkte ich schnell und wusste ich musste etwas daran ändern. Und was ist denn schon normal...normal ist es, wenn man es als etwas Normales behandelt!

Es wurde zwischendrin mal wirklich hart für mich als mir meine Schwester erzählte, dass sie (ungeplant) schwanger war. Ich habe mich trotzdem sehr für sie gefreut, vielleicht zu Beginn sogar mehr wie sie selbst. Aber später merkte ich dann doch, dass es auch weh tat. Ich glaube für sie war es auch nicht einfach mir das zu erzählen, weil sie ja wusste, dass ich mir nichts sehnlichster wünschte. Ich glaube, es sollte so sein und für mich stand fest, ich werde es weiter versuchen und nicht aufgeben.
Irgendwann wird auch meine Zeit kommen und ich werde mein eigenes kleines Wunder im Arm halten.



Ich habe mich mit weiteren Möglichkeiten schwanger zu werden auseinandergesetzte und mich dann letztendlich für eine KiWu-Klinik entschieden.

Sonntag, 10. April 2016

Mein Weg - private Spende

Für mich stand ziemlich schnell fest, dass ich einen privaten Spender bevorzuge. Aus dem Hauptgrund, dass ich einen persönlichen Kontakt zu dem Mann habe und so eher entscheiden kann, ob ich es mir mit ihm vorstellen kann. Es muss doch irgendwie menschlich für mich stimmen (zumindest habe ich das so nach und nach feststellen können). Zudem kann das Kind seinen Erzeuger früher kennenlernen, wenn es das wünscht.

Ich habe mich auf http://www.wunschkind4you.com/ umgesehen und dort etliche Mails mit potenziellen Spendern ausgetauscht. Das war im April 2015. Ich muss gestehen, dass ich am Anfang sehr unbedacht daran gegangen bin und mir erst im Nachhinein über vieles Gedanken gemacht habe.


Mit etwas Abstand kann ich nicht genau sagen, warum ich mich mit dem ersten Mann getroffen habe. Ich habe eine Weile mit ihm geschrieben, er machte den Eindruck okay zu sein und hat auch Spenderkinder, aber (das bemerkte ich erst später) er war schon recht alt. Wir haben telefoniert und wollten uns treffen. Er wollte zu mir kommen, allerdings kam der Bahnstreik dazwischen und so bin ich ganz spontan Richtung Frankfurt gefahren und habe mir ein Hotelzimmer genommen und mich dort mit ihm getroffen.
Da gab es auch den ersten Versuch (meine Schwester war eingeweiht). Ich war mir recht sicher, dass es gleich geklappt hatte und hatte auch etliche Anzeichen, die für eine Schwangerschaft sprachen. Mittlerweile hatte ich auch meiner Mama davon erzählt. Sie war und ist immer noch etwas skeptisch und für sie wäre das nichts, aber sie unterstützt mich auf meinem Weg.
Am 22. Mai hab ich einen Frühtest gemacht (vor Fälligkeit), der hauchzart positiv war und ich war unendlich glücklich. Doch leider setze dann zwei Tage später, genau an meinem 30. Geburtstag meine Mens ein. Diesen Tag werde ich nicht vergessen :-( Meine Mutter hatte bei mir übernachtet und ich kam morgens ins Zimmer und bevor sie mir gratulieren konnte, habe ich erstmal bitterlich geweint...
Natürlich wusste ich, dass so etwas passieren kann. Ich habe dann den Entschluss gefasst nie mehr vor NMT (Nicht-Mens-Tag) zu testen.

Ich habe mich dann weiter auf die Suche nach einem passenden Spender gemacht und einen gefunden, der mir zusagte. Wir haben uns getroffen als er in der Umgebung war und hatten ein sehr nettes Gespräch. Er war mir sympathisch, auch wenn ich mit seinem Lebensstil nichts anfangen konnte. Verheiratet, 5 leibliche Kinder, seine Frau weiß über alles Bescheid und einige Spenderkinder. Aber wir wollten es versuchen.
Und so hatte ich meinen nächsten Versuch Anfang Juli, der aber leider negativ war. Ich wollte direkt im nächsten Zyklus weiter machen, aber da gab es dann Probleme mit meinem Spender. Er meldete sich tagelang nicht auf meine Whats App-Nachrichten, obwohl er diese gelesen hatte. Da war ich dann schon sehr wütend und enttäuscht, denn ist ja nicht zu viel verlangt sich kurz zu melden, auch wenn man nicht kann. Er hat erst kurz vor oder nach dem ES (Eisprung) geschrieben, ob er noch kommen solle, da hatte ich dann keine Lust mehr. Für mich hatte sich das dann damit erledigt, denn ich möchte einen Spender auf den ich mich verlassen kann.


Mit diesen zwei nicht so positiven Erlebnissen mit den privaten Spendern, war dieses Thema erstmal abgehackt für mich und ich habe begonnen mich nach anderen Alternativen umzuschauen.
Ich verbuche das nun unter Erfahrungen gesammelt. Immerhin habe ich gelernt auf was ich Wert legen will und wenn mein Gefühl nein sagt, dann wird der Mann sofort abserviert. Ich dachte wirklich zu Beginn ich muss froh sein, wenn ich überhaupt einen Spender finde und muss dann nehmen was ich bekommen, aber dem ist nicht so. Ich darf anspruchsvoll sein und meine Wünsche umsetzten.

Ich würde nie wieder einen Spender nehmen ohne vorher sein Gesundheitsattest gesehen zu haben. Das habe ich bei beiden Spendern nicht. Ja ich weiß, dass war sehr dumm, aber ich habe einige Monate später einen HIV-Test machen lassen, der zum Glück negativ war. Aus Fehlern lernt man...

Klinik im Ausland

Im Ausland ist die Behandlung von Singlefrauen oft schon nichts besonderes mehr. Insbesondere Dänemark ist hier ein großer Vorreiter. Es gibt hier, im Vergleich zu Deutschland, sehr viele Single-Mütter. Zu diesem Thema war sogar ein Artikel in der Nido (Ausgabe März 2016). 



Da für mich eine Klinik im Ausland nicht in Frage kommt wegen der großen Entfernung habe ich mich mit diesem Thema nicht näher beschäftigt.
In Dänemark gibt es sehr viele Kliniken, die Single-Frauen behandeln. Die meisten sind von Hebammen geführt. Hier ist auch eine Behandlung mit Spendersamen aus anonymer Spende möglich.
Auch in Spanien und den Niederlanden ist eine Behandlung möglich.

Der große Vorteil ist natürlich, dass der Single-Status kein Problem ist.
Die Nachteile sind, wie in Deutschland, die hohen Kosten und für mich die Entfernung. Wer aber an der Grenze wohnt und/oder einen anonymen Spender möchte, hat hier natürlich einen Vorteil.

Samenbanken

Da es in Deutschland keine Samenbanken gibt (zumindest kenne ich keine) muss man als Singlefrau auf ausländische Samenbanken ausweichen. Es gibt in den USA auch Samenbanken, die für Single zugänglich sind, ich habe mich aber nur mit den beiden großen dänischen Samenbanken auseinandergesetzt. Man hat hier die Möglichkeit zwischen einer offenen und einer anonymen Samenspende, wobei die deutschen Kliniken eine offene Spende voraussetzten.

Folgende Informationen bieten beide Samenbanken an: ein Kinder- bzw. Babyfoto, eine Audiodatei, Eindruck der Mitarbeiter, erweitertes Profil (mit Infos zur Familiengeschichte).

Bei Cryos kann man von vornherein auf alle Daten zu greifen und muss dort nicht zusätzlich eine Gebühr bezahlen, allerdings muss man dort selbst wählen welche Spermienqualität man möchte. Dann kann es sein, dass ein Spender sehr viel teurer wird, wenn man eine gute Qualität wählt.

Bei der ESB kann man erstmal auch auf alles zugreifen, aber wenn man nähere Infos zu Spendern möchte, muss man das extra bezahlen. Es gibt aber die Möglichkeit einen uneingeschränkten Zugang auf alle Daten zu haben, in dem man 100 € zahlt. Dann kann man drei Monate auf alle Daten zugreifen. Diesen Zugang kann man auch teilen. Die ESB bietet automatische eine hohe Spermienqualität bei all ihren Spendern an. Vorteilhaft finde ich, dass man sich alles Daten speichern kann und so auch nach den drei Monaten immer noch die persönlichen Angaben der favorisierten Spender hat. So ist es auch möglich dem Kind später etwas vom Erzeuger zu zeigen.

Die KiWu-Klinik in Berlin nimmt nur Spender der ESB, die Klinik in München akzeptiert beide Samenbanken.
Bei beiden Samenbanken kann man anhand von Auswahlkriterien seinen passenden Spender suchen. Hier kann wirklich alles mögliche ausgewählt werden und die Entscheidung fällt nicht leicht. Wenn man selber gesundheitliche Einschränkungen hat, kann man natürlich darauf achten, dass diese beim Spender und seiner Familie nicht vorkommen.



Heiminsemination
Es ist möglich bei Cryos sich das Sperma nach Hause liefern zu lassen und dort eine sogenannte Heiminsemination zu machen. Auf youtube gibt es Videos dazu. Ich selber kann dazu nichts sagen, da ich es nicht ausprobiert habe, aber ich kenne Frauen (vom Lesen), die so schwanger geworden sind. Die Kosten für das Sperma und den Versand hat man trotzdem und wenn man mehrere Halme bestellt, müssen diese ja auch irgendwo gelagert werden.

Ein großer Vorteil einer Samenbank ist, dass der Mann gesundheitlich komplett durchgecheckt wurde und man auch Informationen zu seiner Familie bis zu den Großeltern hat. Die Samenbanken bieten eine gute bis sehr gute Spermienqualität an.
Vor- und Nachteil gleichermaßen sind die vielen sehr jungen Spender, aber hier hat man die Option das Alter selbst wählen zu können. Ich denke, dass ein junger Mann um die 20 noch nicht weiß, was es heißt Kinder per Samsenspende zu zeugen. Hier kommt dann auch schon einer großen Nachteile für mich, das Kind kann seinen leiblichen Vater erst mit dem 18. Geburtstag kennenlernen und das auch nur in der Theorie.
Auch die hohen Kosten sind ein Nachteil (wobei man ja dazu sagen muss, dass jeder Spender geprüft ist). Insbesondere die Versandkosten sind nicht zu unterschätzen. Hier bietet es sich an gemeinsam zu bestellen und sich die Versandkosten dann zu teilen.